Über diese Website

Meine Kindheit in Rumänien hat mich stark geprägt. Dort habe ich gelernt wie alles selbst gemacht wird, von der Seife bis zur Daunendecke.

Alles was wir gegessen haben wuchs im Garten oder auf den Feldern meiner Großeltern. Hühner, Enten, Truthähne, alles war auf dem Hof vorhanden, alles wurde gegessen. Die Eier kamen direkt aus dem Hühnerstall und Würstchen wurden einmal im Jahr gemacht wenn das traditionelle Weihnachtsschwein geschlachtet wurde, übrigens das einzige Mal im Jahr, dass wir Schweinefleisch aßen.

Wenn meine Oma neue Decken brauchte, kamen einige Frauen aus dem Dorf zusammen, alle saßen auf dem Boden um die Daunendecke herum und jede steppte ein Stück per Hand.

Da es so etwas wie eine Müllabfuhr nicht gab, wurde alles so gut es ging verwertet und der Rest im Hof verbrannt. Die Innereien von Hühnern oder Fischen bekamen die Katzen, die Essensreste vom Tisch die Hofhunde. Ich trau mich fast nicht es zu schreiben, aber ich liebte es dabei zuzuschauen, wie meine Oma die Fische ausnahm, es war so faszinierend was da alles herauskam, und wie sie es schaffte die Galle nicht zu verletzen, damit der Fisch nicht bitter wird.

Ob das stimmt oder nicht, weiß ich nicht mal, so wurde es mir erzählt, aber dort auf dem Land gab es Regeln und Aberglauben in inflationärer Menge. Damals habe ich das jedenfalls geglaubt, aber heute glaube ich nur noch was ich ausprobiert habe.

Diese Prägung ist die Basis meiner Leidenschaft für Hausgemachtes aller Art. Die rumänische Küche, die in ihrer Art absolut mutikulturell ist, sie vereint griechische, türkische, arabische, slavische, ungarische und auch zu einem hohen Anteil französiche Einflüsse, beeinflusst mich stark. Je älter ich werde, desto mehr besinne ich mich auf die ganz einfachen aber nicht weniger wirkungsvollen Kochtraditionen meiner Mutter, Großmütter, Urgroßmütter.

Vieles kann ich heute nicht mehr so machen wie meine Großmutter, die frischen Auberginen, Paprika und Tomaten kann ich nicht aus dem Garten pflücken, ich habe es viele Jahre erfolglos versucht, aber entweder es liegt am Klima oder an meinem fehlenden grünen Daumen, aber es ist nie etwas geworden.

Manches hat meine Mutter an das hiesige Angebot angepasst, später habe ich vieles noch einmal auf meine Art geändert. Und das was dabei herausgekommen ist möchte ich gerne teilen.

Vielleicht werde ich es doch eines Tages wagen und die Grundlage für saure Suppen selbst ansetzen oder das Sauerkraut selbst einlegen. Mal sehen….

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s